Häufige Steuerirrtümer

Bei hohen Gewinnen sollte man investieren..

...grundsätzlich richtig. Investitionen/Ausgaben können den Gewinn senken und vermindern die Steuerlast. Aber man muss 100% ausgeben, um maximal 42% (= Spitzensteuersatz) über eine Minderung der Steuer sparen zu können! Aus diesem Grund sollte man sinnvolle Investitionen, d.h. Ausgaben, die notwendig und vielleicht auch schon geplant waren, tätigen. Aber keine Ausgaben um jeden Preis! Denn wichtig ist letztendlich, wieviel Vermögen mir verbleibt, nicht wieviel Steuern ich sparen konnte!

Die Steuererklärung muss immer bis zum 31.5. für das Vorjahr eingereicht werden

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärungen bis zum 31.5. des Folgejahres gilt für alle Steuerpflichtigen, die ihre Steuererklärung selbst erstellen. Sofern Sie sich jedoch von einem Steuerberater oder eines anderen Angehörigen der steuerberatenden Berufe vertreten lassen, gilt grundsätzlich eine verlängerte Abgabefrist bis zum 31.12. des Folgejahres.
In Einzelfällen - gerade wenn in den Vorjahren verspätet abgegeben wurde - kann das Finanzamt trotz steuerlicher Vertretung eine frühere Abgabefrist setzen.

Eine Schätzung des Finanzamtes entbindet von der Abgabepflicht von Steuererklärungen

Dies ist falsch! Sofern der Steuerpflichtige trotz Aufforderung des Finanzamtes die Steuererklärungen nicht einreicht, kann das Finanzamt schätzen. Diese Schätzung ersetzt jedoch nicht die Pflicht zur Abgabe der Erklärungen!
In der Regel orientiert sich die Schätzung an den Einkünften der Vorjahre. Oftmals fallen Schätzungen jedoch höher als, als es der Realität entspricht. Ergeht der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, werden nach erfolgter Einreichung der Steuererklärung sämtliche Besteuerungsmerkmale noch berücksichtigt. Der Bescheid wird oftmals zugunsten des Steuerpflichtigen auf Grundlage der tatsächlichen Einkünfte geändert. Ergeht der Bescheid jedoch nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, kann der Steuerpflichtige nur innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist gegen den Schätzungsbescheid vorgehen. Tut er dies nicht und reicht seine Steuererklärung erst nach Ablauf der Einspruchsfrist ein, kann eine Änderung der geschätzten Beträge nur auf dem Weg der Änderungsvorschriften erfolgen, welche grundsätzlich zugunsten des Steuerpflichtigen nicht zum Tragen kommen, da dieser die verspäteter Abgabe verschuldete.
Vermeiden Sie diese Situation durch fristgerechte Abgabe der Besteuerungsunterlagen und legen Sie gegen diese Schätzungsbescheide Einspruch ein. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie trotz Einspruch bis zum Erlass eines geänderten Bescheides die geschätzten Steuerbeträge zahlen müssen. Ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung, mit dem Sie die überhöhten Steuerforderungen des Finanzamtes auf Grundlage der Schätzungsbescheide aussetzen können, wird vom Finanzamt nur bei Abgabe der Steuererklärungen gewährt.

Als Vermieter oder Kleinunternehmer habe ich mit Umsatzsteuer nichts zu tun!

Falsch!
Auch Kleinunternehmer (gem. § 19 UStG) oder Unternehmer, die ausschließlich steuerfreie Umsätze ausführen (Ärzte, Wohnungsvermieter u.a.) oder pauschalversteuernde Land- und Forstwirte schulden Umsatzsteuer, wenn sie Leistungen eines Unternehmers aus dem Binnenmarkt im Inland erhalten.

Beispiel:
Herr Bauer ist als Arbeitnehmer in Deutschland nichtselbständig auf Lohnsteuerkarte tätig. Zudem besitzt er 3 Eigentumswohnungen, die er ohne Umsatzsteuer vermietet. Die notwendigen Renovierungsarbeiten an den Wohnungen lässt er von einem Unternehmer aus Ungarn ausführen. Herr Bauer wird zum Steuerschuldner seines ungarischen Leistungserbringers. Die Besteuerung erfolgt mit 19% USt vom bezahlten Entgelt. Herr Bauer hat für diesen Vorgang einmalig eine Umsatzsteuer-Voranmeldung und eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung abzugeben. Ein Vorsteuerabzug steht Herrn Bauer nicht zu.

Achtung! Auch bei Unternehmern, die Leistungen eines Unternehmens aus dem Binnenmarkt für ihren Privatbereich beziehen, anzuwenden!

Handwerkerrechnungen lassen sich vollständig von der Steuer absetzen

Richtig, sofern die Arbeiten in ihrem Haushalt getätigt wurden und die Rechnung nicht bar beglichen wurde, können die Lohnkosten (Achtung! Keine Materialkosten abzugsfähig!) der Handwerkerrechnungen bis maximal 1.200,00€ pro Veranlagungsjahr steuerlich geltend gemacht werden.

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